Stadtgrün wächst von unten

Das ist doch lustig! Da arbeiten die Gemeinschaftsgärten in Hamburg seit Jahren an neuen Konzepten für städtisches Grün und gestalten gemeinsam, experimentell und selbstbestimmt urbanen Raum – da tauschen sich urban gardening Projekte in Netzwerken wie dem „Solidarischen Gemüse“ aus, sitzen an runden Behördentischen um Staatsräte zu beraten, entwickeln Modelle für eine essbare und soziale Stadt … 

… und dann wird eine „Stadtwerkstatt“ zu diesem Thema veranstaltet und nichts von alledem wird einbezogen. „Stadtgrün für alle – Hamburg gemeinsam gestalten und erhalten“ steht da. Aber das Programmheft der Veranstaltung kündigt zu bürgerschaftlichem Engagement und kooperativer Planung bei der Gestaltung von Grün- und Freiräumen nur zwei Referenten aus Berlin an. 

Man könnte sich über so viel Expertise seitens dieser „Stadtwerkstatt“ wundern, die an den örtlichen Experten vorbei, die Sachkenntnis in der Ferne sucht. Sind die lokalen Akteure zu erfahren und geriete die behördliche Planungshoheit in Gefahr, wenn man sie einbezöge? Was mag wohl das politische Ziel einer solchen „Stadtwerkstatt“ sein, die eine „Plattform für Bürgerbeteiligung bei Hamburger Planungsprojekten“ sein will?

Nun ja, was soll’s – wie wir Garten-Gestalter und Natur-Erhalter wissen, wächst Stadtgrün für alle, falls es wächst, von unten!

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